Arthrose: Finden Sie sich nicht damit ab!

Korrekte Ernährung und intensive Bewegung helfen gegen den Schmerz im Gelenk

In Deutschland leiden zwischen 5 und 8 Millionen Menschen an Arthrose, viele davon nicht nur an einem, sondern gleich an mehreren Gelenken. Anlauf- oder Bewegungsschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, häufige Arztbesuche und lebenslange Medikamenten-einnahme sind für viele Betroffene nicht nur eine körperliche sondern auch eine seelische Qual.

Ein gesunder Knorpel fungiert wie ein Stoßdämpfer und ist für die Bewegung unerlässlich. Zur Arthrose kommt es, wenn die schützende Knorpelschicht an den Enden der Knochen dünner wird oder ganz verloren geht. Der Körper versucht zu seinem eigenen Schutz, den Knorpelverlust durch die Produktion von „minderwertigem“ Faser- oder Granulationsgewebe zu ersetzen, was zu Verhärtungen und Veränderungen im Gelenk und damit zu Bewegungseinschränkung führt. 

Arthrose tritt in der Regel erst weit nach dem 50. Lebensjahr auf und wird daher gerne dem Alter, der genetischen Veranlagung oder einer lebenslangen Abnutzung zugeschrieben. Demzufolge konzentrieren sich herkömmliche Therapien auf die Gabe von Schmerz- und Entzündungsmitteln, Spritzen, Operationen und einer therapeutisch verordneten Schonung der Gelenke. Mit der Folge, dass die Gelenke immer mehr versteifen. Ein Teufelskreis beginnt, der die Ursache einer Arthrose komplett außer Acht lässt. 

Arthrose ist eine Frage starker Muskeln
Sehr logisch, aber eher unpopulär ist die Idee, dass gerade Bewegung Arthrose vermeiden oder lindern kann. Alle Zellen unseres Körpers erhalten ihre Nährstoffe über das Blut. Da Knorpel nicht mit Blutgefäßen ausgestattet sind, müssen die Nährstoffe durch Diffusion dorthin gelangen. Und dafür ist Bewegung nötig. Ein Knorpel ernährt sich also durch Bewegung und nur dadurch. Allgemein bekannt. Warum also empfiehlt man Arthrosepatienten ganz häufig, sich möglichst wenig zu bewegen und die Gelenke zu schonen und verschlimmert den Zustand auf Dauer dadurch?

Viele wissenschaftliche Studien haben inzwischen nachgewiesen, dass sich Arthroseschmerzen durch Bewegung sogar erheblich bessern lassen. Nämlich dann, wenn starke Muskeln um das Gelenk herum die Arbeit übernehmen und die Krafteinwirkung auf das Gelenk reduzieren. Starke Muskeln bekommt man aber nur durch Training. Deswegen kann die Empfehlung bei zum Beispiel Kniearthrose folgerichtig nur lauten, die Muskeln der Ober- und Unterschenkel dauerhaft und intensiv zu trainieren. Die so entstehende Kraft im Muskel nimmt den Schmerz im Gelenk. Übrigens: Sport macht keine Arthrose. Das ist ein Märchen, das sich hartnäckig hält.

Arthrose ist eine Frage der Übersäuerung
Was ist die eigentliche Ursache für Arthrose? Warum geht Knorpelmasse bei manchen Menschen verloren und bei anderen gar nicht? Das Alter, die Veranlagung, ein Beckenschiefstand oder die jahrelange scheinbare Überbeanspruchung sind Erklärungsversuche, die viele Betroffene instinktiv als unbefriedigend empfinden. Heute weiß man, dass Arthrose nicht ursächlich mit dem Alter oder den Genen zu tun hat und dass eine Fehlstellung des Körpers die Folge und nicht die Ursache einer Arthrose ist. Fast alle Zivilisationskrankheiten – und dazu gehört auch Arthrose – werden durch jahrzehntelange falsche Ernährungsgewohnheiten mit verursacht.

Sie manifestieren sich nur bevorzugt deswegen im Alter, weil der Körper die kleinen wie die großen Sünden im Lebensstil lange Jahre tapfer auszugleichen versucht. So lange, bis das Fass dann überläuft und der Körper – im wahrsten Sinne des Wortes – sauer wird. Übersäuerung ist die erste, sehr ernst zunehmende Warnung unseres Körpers! Sie führt in der Folge zu vielen Krankheiten, auch zur Arthrose. Wenn sich Arthrose und viele andere Krankheiten aber nun maßgeblich durch eine bestimmte Ernährung beeinflussen, ja vielleicht sogar stoppen und umkehren lassen, dann würde das bedeuten, dass wir der Arthrose nicht hilflos ausgeliefert sind und eben nicht damit leben müssen. Was nach einer so einfachen Lösung klingt, entpuppt sich in der Realität des Alltags ganz oft als schwer umsetzbar, weil wir so ungern auf das verzichten, woran wir uns gewöhnt haben. Wer unter Arthrose leidet, ist aber vielleicht eher bereit, ein paar Dinge einfach mal ausprobieren und wird dafür über kurz oder lang vielleicht sogar mit Schmerzfreiheit belohnt. Und ganz nebenbei verlieren Sie womöglich zusätzlich noch ein paar unliebsame Pfunde.

Meiden sollten Sie:
• Backwaren und Produkte aus Mehl 
• Konserven und Fertigprodukte aller Art 
• Zucker und Produkte aus Zucker sowie Süßstoffe 
• Kaffee und Schwarztee 
• Nikotin und Alkohol
• Getreide und alles, was daraus hergestellt ist, also Brot, Nudeln, Reis
• Kohlenhydrate, auch Vollkornprodukte und Kartoffeln. Ja, leider.
• Alle Produkte, die Farb- und Aromastoffe enthalten. Zu erkennen an den E-Nummern auf dem Etikett.

Was bei Arthrose hilft:
• Viel Obst und Gemüse
• Ebenso viel Salate (keine Fertigsalate!)
• Hirse, Quinoa, Amaranth (gelten nicht als Getreide)
• Stilles Wasser
• Eiweiß – Daraus baut sich der Körper auf

Arthrose ist eine Frage ausreichender Eiweißzufuhr
Zur Aufrechterhaltung aller Funktionen benötigt unser Körper Eiweiße, Kohlenhydrate und gesunde Fette, die er aus der Nahrung gewinnt und dann umbaut.

Eiweiße dienen dem Körper zum Aufbau aller Körperstrukturen, also von Muskeln, Sehnen, Bindegewebe, Knorpel aber auch von Nerven. Man nennt sie deshalb auch Baustoffe. Sie sind größtenteils essentiell, das heißt, der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Eiweiße bauen nicht nur den Körper auf und machen schöne Muskeln. Sie haben auch einen Einfluss auf Ihre Laune, die Leichtigkeit, mit der Sie durch das Leben gehen, darauf ob Sie gut oder schlecht schlafen und ob Sie morgens voller Power aufwachen und sich von früh bis spät energiegeladen oder schlapp fühlen. Mit 2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht sind sie auf der sicheren Seite für ein Leben auf der Sonnenseite. 

Kohlenhydrate und Fette brauchen Sie, wenn Sie beispielsweise einen Sprint oder 1.000 Meter-Lauf machen möchten, also immer, wenn Sie körperlich aktiv sind. Deswegen nennt man Kohlenhydrate auch Brennstoffe. Alle Nahrungsmittel enthalten Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette in unterschiedlicher Menge. Alle drei sind wichtig, allerdings kommt es auf die mengenmäßig richtige Zufuhr an.

Im Laufe der Jahrzehnte von der Nachkriegszeit bis heute haben wir den Schwerpunkt unserer Tätigkeit von überwiegend schwerer, körperlicher Arbeit auf die geistige Kopfarbeit am Schreibtisch verlegt. Die Bewegung und körperliche Anstrengung tritt immer mehr in den Hintergrund. Zumindest trifft das für die meisten Menschen zu. Folgerichtig brauchte die Generation unserer Großeltern noch viel mehr „Brennstoff“ aus Kohlenhydraten und Fetten, als wir heute. Man müsste meinen, dass sich das auch in den Empfehlungen der führenden staatlichen Ernährungsinstitute widerspiegelt. Doch noch immer nimmt in den meisten Ernährungspyramiden der Anteil der empfohlenen täglichen Zufuhr an Kohlenhydraten den größten Teil ein. Kohlenhydrate in Form von Brot, Nudeln, Kartoffeln und Reis sollten sie bei Arthrose meiden! Essen Sie statt dessen Eiweiß pur. Denn Eiweiss baut Knorpel auf.

Arthrose ist eine Frage von einem guten Vitalstoffstatus
Dass wir Vitamine und Mineralien brauchen, weiß jeder. Bei der Menge und den jeweiligen Quelle wird es dann schon komplizierter. Kennen Sie Ihren Vitamin- und Mineralstoffstatus? Wissen Sie, ob Sie mit allen Vitalstoffen gut versorgt sind? Unsere Lebensmittel bieten durch lange Transportwege und Lagerung sowie ausgelaugte Böden und industrielle Verarbeitung kaum mehr Vitalstoffe. Um einen Mangel auszugleichen, kann eine vorübergehende Versorgung mit Nahrungsergänzungsmittel sehr sinnvoll sein. Das schließt eine gesunde Ernährung allerdings nicht aus. Es wäre fatal zu glauben, Vitamintabletten könnten Ernährungsfehler ausgleichen. Vor allem ein hoher Vitamin D 3-Spiegel (wird im Blut gemessen) scheint laut Studien das Risiko für eine Arthrose zu schmälern. Wussten Sie, dass 90 Prozent der Deutschen vor allem im Winter nicht ausreichend mit diesem Vitamin versorgt sind? Vitamin E und K gelten ebenfalls als Supervitamine bei Arthrose. 

Bewährt im Kampf gegen Arthrose
1. Entsäuerung des Organismus
2. Mineralien, Vitamine und Vitalstoffe auffüllen
3. Bewegung, Bewegung und noch mal Bewegung
4. Genetisch korrekte Ernährung: Kohlenhydrate meiden, dafür hochwertiges Eiweiß     essen. Weißmehl und Fertiggerichte vom Speiseplan streichen
5. Ausreichend stilles Wasser trinken
6. Omega 3, Chondroitin, Glucosamine, Sango Meereskoralle und die anderen im Text     genannten „Geheimwaffen“ der Natur nach Absprache mit einem Therapeuten     kurmäßig einnehmen.

Gerne berate ich Sie in meiner Praxis ?bei der Zusammenstellung eines Arthrose-Ernährungsplans.

Arthrose ist eine Frage einiger „Geheimwaffen“ aus der Natur
Pflanzen und Kräuter haben eine hoch potente Wirkung. Sie können die Wirkung von Medikamenten verstärken. Daher bitte nur nach Absprache mit einem Therapeuten einnehmen!

Glucosamine
Glucosamine sind ein wesentlicher Bausteine der Knorpelstruktur. Sie sind am Aufbau von Knochen, Sehnen und Knorpel beteiligt und in hoher Konzentration zum Beispiel in Grünlippenmuschelextrakt enthalten.

Chondroitin 
Dieser natürlich vorkommende Stoff ergänzt die Wirkung der Glucosamine perfekt. Chondroitin verleiht dem Knorpel Struktur und speichert Wasser.

Sango-Meereskoralle 
Die für den Knorpel wichtigen Mikronährstoffe liegen hier in einem günstigen Verhältnis vor.

Basilikum: 
Neuere Studien belegen, dass Basilikum Schwellungen und Entzündungen signifikant entgegenwirken kann.

Hagebuttenpulver:
Die schon im Mittelalter therapeutisch genutzte Hagebutte hat eine stark entzündungs-hemmende Wirkung, die unlängst sogar in Studien nachgewiesen werden konnte.

Omega 3: 
Omega-3-Fettsäuren führen im Organismus zu einer Reduktion der entzündungsfördernden Arachidonsäure und eignen sich daher hervorragend für einen Einsatz bei der Behandlung von Gelenkbeschwerden. 

Kieselsäure 
aus den Extrakten von Ackerschachtehalm oder Brennessel

Gewürze und Heilkräuter
Die chinesische Medizin setzt schon seit langer Zeit Gewürze und Kräuter gegen Entzündungen und Schmerzen ein. Besonders entzündungs- und schmerzhemmend wirken Chili, Kurkuma, Zimt und Ingwer sowie alle grünen Kräuter: Oregano, Petersilie, Schnittlauch, Salbei, Thymian, Rosmarin, Liebstöckel, Basilikum, Koriander, Dill usw.