Lächeln ohne Lücken

Bild: Avadent Clinic/Dr. Georg M. Henrich
Bild: Avadent Clinic/Dr. Georg M. Henrich

Implantate bei Zahnverlust
Schöne gesunde Zähne sind die Visitenkarte eines Menschen.

Zahnerhalt bis ins hohe Alter ist möglich, aber im Wesentlichen eine Frage der Pflege und der sach- und zeitgemäßen zahnärztlichen Betreuung.

Wird Zahnersatz durch Parodontitis, Karies oder anderen Erkrankungen notwendig, stehen dem behandelnden Zahnarzt verschiedene Methoden zur Verfügung:

Neben Brücken, Kronen und Prothesen  haben sich Implantate bewährt – künstliche Zahnwurzeln, die in den Kieferknochen eingebracht werden und direkt mit dem Knochen verwachsen. Der Vorteil dieser Methode: Fester Halt, hohe Langlebigkeit und Schonung der gesunden Zahnsubstanz.

Wir haben mit Dr. Georg M. Henrich (Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in der Avadent Clinic) gesprochen und klären, worauf Patienten achten müssen.

AGIL: Herr Dr. Henrich, manchmal stößt selbst die beste Prophylaxe an ihre Grenzen: Durch Parodontitis, Entzündungen, Karies oder Unfälle kann es zum Zahnverlust kommen. Welche Aufgabe kommt hier der Implantologie zu und was sind deren Vorteile gegenüber herkömmlichem Zahnersatz?
Dr. Georg M. Henrich: Durch Zahnimplantate können wir dem Patienten in jedem Fall wieder das Gefühl fester Zähne und damit ein wichtiges Stück Lebensqualität wiedergeben.
Herkömmlicher Zahnersatz nutzt benachbarte Zähne zur Verankerung von Brücken und Prothesen. Diese  werden dafür beschliffen  und so wird gesunde Zahnsubstanz geopfert. Nach dem Verlust mehrerer Zähne waren oft nur herausnehmbare Prothesen mit Gaumenschild oder Unterzungenbügel möglich. Dies wird von vielen Patienten als Einschränkung der Lebensqualität empfunden.
Implantate werden im Knochen verankert und nehmen so Belastung von den übrigen Zähnen. Sie können  Prothesen stabilisieren oder festsitzende Brücken tragen.  Moderne Verfahren erlauben dies ohne Knochenaufbau. So ist es uns möglich einen komplett oder fast zahnlosen Patienten innerhalb eines Tages mit festen Brücken zu versorgen. 

AGIL: Man liest in Berichten, dass Zahnimplantate den umgebenden Knochen erhalten. Wie kann man sich dies konkret vorstellen?
Dr. Georg M. Henrich: Geht ein Zahn verloren, bildet sich auch der umgebende Knochen zurück. Dies wird durch den Auflagedruck einer Prothese noch beschleunigt. 
Mit Implantaten wird der Druck beim Kauen nicht auf, sondern in den Knochen abgeleitet. Zusammen mit guter Mundhygiene trägt dies zum Erhalt des umgebenden Knochens bei. 

AGIL: Findet die zahnärztliche Implantation unter Vollnarkose oder lokaler Narkose statt?
Dr. Georg M. Henrich: Ich glaube, viele Patienten stellen sich unter einer Zahnimplantation immer noch einen größeren Eingriff vor. In der Regel ist eine  Implantation weniger belastend für den Patienten, als die vorangegangene Entfernung des Zahns. Ein einzelnes Implantat setzen wir in Lokalanästhesie in weniger als 10 Minuten und der Patient wird nicht arbeitsunfähig.  Für größere Eingriffe, oder wenn der Patient es wünscht, bieten wir auch Dämmerschlaf  oder Narkose an. 

AGIL: In Folge einer Implantation ist das empfindliche Zahnfleisch angegriffen. Worauf müssen Patienten bei der Nachsorge achten?
Dr. Georg M. Henrich: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein heute eingeheiltes Implantat nach 20 Jahren noch in Funktion ist, liegt zwischen 80 - 90%. Wie die Zähne sind auch Implantate durch die Bakterienflora im Mund gefährdet. Mit guter Mundhygiene und regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen lassen sich ein Knochenabbau um das Implantat und damit der Rückgang des Zahnfleischs auf ein Minimum reduzieren.  Das wichtigste Instrument dabei ist eine  regelmäßige und sorgfältige Anwendung einer elektrischen Zahnbürste, genauso wie bei den eigenen Zähnen. Bei regelmäßigen  Kontrollen durch den Zahnarzt können Komplikationen frühzeitig erkannt und so besser begrenzt werden.